GEMA, GEMA, warum hast du so große Zähne?

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Is' klar: Damit ich dich besser fressen kann...
Ausgerechnet zum diesjährigen St. Martinstag zeigt die GEMA einmal wieder ihre Zähne und lässt durch die bundesweite Presse mitteilen, dass alle St.-Martins-Umzüge "eigentlich" gemapflichtig seien - sie will also wohl spätestens ab dem nächsten Jahr auch hier noch zusätzlich abkassieren und bereitet ihren neuen Fischzug schon mal pressemäßig vor...
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Alle Betroffenen sind in jeder Hinsicht daher gut beraten, wenn sie sich bereits jetzt zur Gegenwehr rüsten. Ich habe einmal recherchiert, wer denn überhaupt derartige Umzüge organisiert und ob diese z.B. ähnlich einer Demonstration meldepflichtig sind. Danach sind als Organisatoren von St-Martins-Umzügen entweder Kirchen, Schulen oder Vereine auszumachen - aber ob die Umzüge anzeigepflichtig sind, konnte ich bis jetzt noch nicht herausfinden (vielleicht wisst ihr ja mehr, dann bitte ich freundlich um mitteilende Aufklärung im Kommentarfeld).
Nun ist es ja so, dass Kirchen, Schulen und Vereine ohnehin pauschalverrechnete GEMA-Abgaben für ihre Aktivitäten leisten mussten und müssen - und soweit mir bekannt ist: Dies bereits seit STAGMA-Zeiten=rund 100 Jahre. Hinzu kommt, dass die bei solchen Umzügen gemeinsam gesungenen Lieder samt und sonders traditioneller Herkunft und Natur sind und daher vollständig gemafrei.
Was ist also geschehen, dass die GEMA A.D. 2010 plötzlich aus ihrem Turm herabsteigt, um hier "neue" und zusätzliche Ansprüche anzumelden?
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Richtig: Irgendein Verlag oder ein Dieter Bohlen, Ralph Siegel, Dieter Dehm usw. hat die Songs bei der GEMA als so genannte Neubearbeitungen traditioneller Werke "urheberrechtlich" angemeldet - und schon kann es in seiner Kasse klingeln, nämlich wenn von da an dann "seine" Lieder gesungen werden. Wie einfach dies ist und wie null-urheberrechtliche Qualitäten es dazu braucht, wird hier auf sehr humorige Weise veranschaulicht:
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Im letzten Jahrhundert hatte die GEMA noch Verständnis für ihre Daseinsberechtigung dadurch zu erheischen versucht, indem sie "...damit der Urheber zu seinem Recht kommt" neben ihrem Pegasus-Logo abgedruckt hatte. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei, denn inzwischen wissen einfach viel zu viele Bürger, dass die GEMA niemals das Recht eines Urhebers im Fokus ihres Interesses hatte, sondern ausschließlich die Besitzanreicherung der so genannten Rechteinhaber - also ihrer (ordentlichen) Mitglieder. Und die sind zu über 90% nun mal absolut keine Urheber im eigentlichen und auch nicht im urheberrechtlichen Sinne, sondern ausnahmslos Verleger sowie Einzelunternehmer und Handlungsreisende in Sachen Musikrechte, die Kompositionen und Texte von echten Urhebern abkaufen oder auch einfach stehlen - vorzugsweise aus der 3. und 4. Welt, Hartgesottene aber auch direkt beim Nachbarn (Bushido pp.), und danach als ihren urheberrechtlichen Besitz bekannt geben.
Also letztlich nichts anderes als Zuhälter und Menschenhändler, die von anderen, die sie als Sklaven gekauft oder ausgelöst zu haben behaupten, anschaffen lassen. Aber die ganze Kohle "leider" (heul...) selbst einbehalten müssen, was natürlich nur zu der Ausgebeuteten eigenen "Schutz" geschieht usw.usw....Zuhälter, eben.
Aber diese Zuhälter sind gleichzeitig diejenigen, die in der GEMA ein ordentliches Stimmrecht, also das Sagen haben - diese Art Selbstbedienungsladen ist in Europa einmalig, selbst die Bänker könnten diesbetreffend richtig neidisch werden...
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St. Martin soll ja nun seinen Mantel für einen Bettler geteilt haben und zur damaligen Zeit hatte dieser Bettler sicherlich noch keinen Daimler um die Ecke zu stehen und mehrere Pässe samt Flugboni in der Tasche (wie z.B. Hans Brunckhorst) - sondern war vermutlich gerade tatsächlich dabei, ohne St. Martins Hilfe nur noch selbststerbehilflich abdanken zu müssen. Und wenn das so war und diese so herzzerreißende Saga auch heute unseren Kindern immer noch überliefert und nahegebracht werden soll -
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WAS HABEN DIESE GEMA-ZUHÄLTER SICH DA EINZUMISCHEN?
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Wir werden wohl eine erneute GEMA-Petition einreichen müssen. Wer hat Lust, die zu machen? Meine Unterstützung ist verbrieft.
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Euer Franz de Byl

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