Kulturflatrate vs. GEMA?

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Was ist das, die Kulturflatrate?
Hier einige Informationen der Musikindustrie zur
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Kulturflatrate
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Aha, die Musikindustrie hat offenbar reichlich Bedenken - aber, wer ist das: die Musikindustrie?
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Hastenichjesehn, na klar: Die GEMA!
Ich fasse einmal kurz zusammen: Spätestens durch das Internet lässt sich nachvollziehen und überprüfen, welche Musik weltweit wie häufig verlangt, heruntergeladen und gespielt wird.
Das betrifft heute fast jede originäre Musik, weil es fast jede originäre Musik im Internet gibt.
Egal ob aus Kasachstan oder Jamaica usw...
Und alles lässt sich überprüfen, alles ist in Webstatistiken festgehalten. Die VG Wort ist hier übrigens Vorreiter (siehe unter: Texte im Internet - METIS)
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Jetzt sollte manfrau ja denken, dass durch eine weltweite Kulturflatrate im Internet endlich Verteilungsgerechtigkeit für die Urheber eingeführt werden könnte - stimmt! Aber da haben die Politiker die Rechnung ohne die GEMA - und all die anderen Urheberrechtsverwertungsgesellschaften - gemacht. Denn die GEMA wird kraft Staatsauftrag auch die zukünftigen Gebührengelder aus einer Kulturflatrate allein kassieren, und der GEMA geht und ging es entgegen ihrer Existenzberechtigungserklärungen niemals darum, die von ihr hoheitlich eingesammelten und erpressten Lizenzeinnahmen etwa gerecht in dem Sinne zu verteilen, dass "der tatsächliche und jeweilige Urheber sein Recht bekommt", sondern nur darum, dass die ganze Kohle gefälligst nur an die deutschen Lizenzbesitzer ausgeschüttet werde, und zwar egal, ob deren Werke überhaupt eine Verbreitung haben oder nicht. Oder überhaupt eine Qualität.
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Und um das rechtlich halbwegs plausibel durchzusetzen, musste die GEMA ein unglaublich korruptes und filigranes System der Verschleierung und Anonymisierung, aber insbesondere auch der Bepunktung und Kategorisierung von musikalischen Werken einführen, das keinerlei mathematischen oder physikalischen, sondern ausschließlich pekuniären Grundsätzen folgt. Entsprechend undurchschaubar ist deshalb auch das so genannte Tarifsystem der GEMA - undurchschaubar, ...aber nicht unerklärbar: Die GEMA will einfach Geld raffen. Und sie wird durch die unersättlichen ordentlichen Mitglieder gezwungen. Oder besser: Sie zwingt sich selbst. Und das kann sie, weil sie vom Gesetzgeber dazu ermächtigt ist.
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Das gesamte System, besser: der GEMA-Topf, aus dem sich die "Ordentlichen Mitglieder" nähren, wird aber bald zusammenfallen und die Tage der GEMA sind längst gezählt, weshalb auch die "GEMA-Petition" eigentlich viel zu spät kommt.
Diese Tatsache liegt jedoch wesentlich in dem Habitus der Anspruchsstellerin, Frau Monika Bestle, begründet. Diese Joyce Meyer der Petitionsbewegung erweckt nämlich eher den Eindruck, von der GEMA hofiert oder gar geschmiert zu sein, als dass sie tatsächlich gegen diese vorgehen, geschweige denn, sie abschaffen oder ihr wenigstens etwas weh tun wollte.
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Frau Bestle vermeidet tunlichst alles, was die Sache entwirren könnte, sie stellt keine wirklich hilfreichen und klaren Bedingungen, sondern nutzt die website des Sonthofer Kulturwerks nur um in der "Ich-Form" ihre statements zu verkünden, ohne ihren Namen dabei zu nennen, Marke: L'Etat c'est moi.
Oder: Wer mich nicht ehrt ist meiner Gnade nicht wert.
Dort finden sich dann jede Menge unpraktikable und teilweise völlig abwegige  Ratschläge für Veranstalter, wie man an der GEMA vielleicht vorbei kommen könnte und jede Menge Schreiben von GEMA-Großkopfeten, die alle den "Schutz des geistigen Eigentums" beschwören, aber tatsächlich nur ihren eigenen Geldbeutel meinen.
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Dieser Stier gehört endlich an die Hörner gefasst: Eine Kulturflatrate für alle, keine unzähligen, verschiedenen GEMA-Tarife! - keine Einteilung nach E-, U-, Film-, oder Tanzmusik - öffentliche und überprüfbare Abrechnungen und Verteilungen - keine unterschiedlichen Bewertungen nach Staaten oder Ländern, undundund
Endlich eine korrekte Beteiligung der Interpreten und natürlich
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Reiche Eltern für Alle!
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Franz de Byl


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