GEMA_Aufstand der Interpreten JETZT!

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Herbert von Karajan hat einmal in einem Interview auf die Frage, warum er denn nie komponiert habe, geantwortet:
Wissen Sie, ich habe das Komponieren ein paarmal probiert und sogar hervorragende Noten dafür bekommen - aber es hat mich nicht ausgefüllt. Dagegen fand ich die Vorstellung, all das, was an notierter oder nicht notierter Musik bereits längst existiert, auf eine solche Weise zu interpretieren, dass es zum Leben und zum Klang erweckt und erhoben wird, als weitaus zwingender und beglückender. Allein die Interpretation nämlich kann das musikalische Werk erschaffen, nicht die Komposition - Noten lassen sich bloß ablesen, und es gibt ohnehin viel zu viel unsinnige und unnötige davon.
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Geschätzte GEMA-Feinde,
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ich möchte heute einmal zu Bewußtsein bringen, dass die GEMA ja doch nicht die einzige Verwertungsgesellschaft in der BRD ist und deshalb ein Monopol innehalten würde - neben der GEMA gibt es schließlich noch die GVL für die Interpreten
https://www.gvl.de/
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und die VG Wort für alle Schreiberlinge
http://www.vgwort.de/
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das Problem ist nur:
Die GEMA ist leider berechtigt wenn nicht sogar gesetzlich verpflichtet, die Urheberrechtsinteressen und das Inkasso der Lizenzen auch für die GVL und die VG Wort wahr- und vorzunehmen. Jeder Veranstalter weiß von seinen GEMA-Rechnungen her, dass außer einem reinen GEMA-Betrag zusätzlich ein Betrag für die GVL und die VG Wort von der GEMA erhoben wird, bevor auf den Gesamtbetrag noch die MWSt von nur 7% (Nachtigall, ick hör dir trapsen...) aufgeschlagen wird.
So setzt sich eine jede GEMA Rechnung zusammen.
Wer aber bestimmt die prozentualen Anteile der drei VGs auf dieser GEMA- Gesamtlizenzrechnung?
Genau: Die GEMA! Will sagen: 3200 "ordentliche" GEMA-Mitglieder.
Also doch ein Monopol! Oder treffender: Eine Kaste!
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Was hieltet ihr davon, wenn ALLE aufführenden MusikerInnen und TexterInnen, die nicht als Komponisten oder Textdichter in der GEMA Mitglied sind, in die GVL und/oder die VG Wort eintreten (beide Gesellschaften verlangen übrigens keinen Mitgliedsbeitrag).
Das kann manfrau ganz einfach online machen.
Bei der VG Wort gibt es sogar schon eine Art Internet-Schutz.
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Ihr meint, was soll der Scheiß?
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Ok: Am 17.05.2010 wird dem Bundestag die "GEMA-Petition" offiziell vorgelegt. Die GEMA Petition muss aber noch mit Leben, resp. konkreten Forderungen gefüllt werden, da sie unter dem Strich einfach zu kleinlich gehalten ist und bislang auch nur von der Veranstalterseite her aufgestellt und gestützt wird.
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Es wäre aus meiner Sicht viel wichtiger, mit der GEMA-Petition z.B. solche Forderungen zu verbinden wie:
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- dass die Lizenzbezüge der einzelnen Ordentlichen Mitglieder der GEMA sofort offen gelegt werden müssen (ähnlich wie bei Manager- und Politikergehältern)
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- dass eine namentliche Liste der 3.200 Ordentlichen Mitglieder öffentlich oder zumindest für alle 57.000 außerordentlichen und angeschlossenen Mitglieder der GEMA zugänglich gemacht werden muss, damit überhaupt einmal eingeschätzt werden kann, wie stark der Anteil an Verlegern und deren Verflechtung zu den angeschlossenen und außerordentlichen Mitgliedern ist.
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- dass die GEMA gezwungen wird, die Ausschüttung aller von ihr eingenommenen Lizenzen zugunsten der Interpreten in der GVL um mindestens 1000 % zu erhöhen - und zwar NUR auf Kosten ihrer eigenen Klientel und nicht auf Kosten der VG Wort. Gleichzeitig muss die GVL gezwungen werden, neue und angepasste Vergütungssätze zu erstellen, bei denen erstmalig auch Live-Auftritte ihrer Mitglieder Berücksichtigung finden.
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- dass die GEMA bei allen Kleinveranstaltern (Kneipen, jede Art Ladengeschäfte, Galerien, Schiffe, Vereine usw.) KEINE zusätzlichen oder Extra-Aufführungslizenzen verlangen darf. Alle diese Betriebe zahlen bereits eine GEMA-Pauschale für Radio-, CD-Player, TV- und PC- usw.usw. -"Veröffentlichungen" des GEMA-Repertoires. Wenn ein Live-Musiker auf einem Dampfer oder in einer Eckkneipe spielt, wird ja wohl der CD-Player oder das Radio dabei abgeschaltet. Und wenn dann von diesem Live-Musiker dasselbe gespielt wird, was zu gleicher Zeit ansonsten aus der Konserventröte brüllte, ist es längst bezahlt - und zwar mehrfach: auf jeder CD, bei jeder Rundfunkanstalt, in jedem Krankenhaus, Flughafen, jeder Kirche, jeder Schule... alle zahlen! Der einzige Unterschied besteht nur in der Leistung des Interpreten vor Ort - und NICHT der der "Komponisten/Textdichter", oder? Diese Urheber haben längst und über Gebühr kassiert. Der Interpret aber erhält weniger Gage, weil der Veranstalter gezwungen ist, für dessen Vorstellung eine nicht erklärbare, zusätzliche Abgabe an die GEMA zu leisten (...die dann von solchen Leuten wie Hans Brunckhorst letzten Endes vereinnahmt wird!).

Kurz und gut: EINE Pauschale und fertig!! Keine Sondergebühren für Live-Musik oder Großbildleinwand oder Lautsprecher auf den Toiletten (...man glaubt es nicht!).
EINE Pauschale für jeden Betrieb und gut ist! Und: Jeder Betrieb meldet, welche Musik bei ihm wie häufig gespielt wurde. Per Jahresmeldung, einfach gemacht durch die GEMA Werkerecherche und die eigene Diskothek - wie es jede FS und Rundfunkanstalt machen muss (hierzu wird es noch einige Anmerkungen im nächsten Blog geben). Dann wird plötzlich klar werden, wie unglaublich häufig z.B. Hans Brunckhorst oder Herr Wahren gespielt wird...
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- dass ein Rechtsprüfungsauftrag zur Prüfung einer Klage gegen die GEMA wegen Verstoßes gegen das Mitbestimmungsrecht, wegen Veruntreuung der eingenommenen Lizenzen, wegen undurchschaubarer und willkürlicher Erhebung von Lizenztarifen, wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht, wegen Verschleierung der Abrechnungen, wegen Nichterfüllung eines staatlichen Kulturauftrages, wegen geschäftsmäßiger und dauerhafter Übervorteilung bei gleichzeitiger Benachteiligung Einzelner usw.usw.

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Habe ich was vergessen? Dann bitte ich kniefälligst um Benachrichtigung:
postmaster@franz-de-byl.us

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