Die GEMA - ein endloses Thema

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
unser lieber Freund Ernst Bier hat seit einiger Zeit schon verschiedenste Anläufe, Aufrufe und Unterschriftenaktionen gestartet, um etwas gegen die GEMA und deren Machenschaften zu unternehmen.
Die meisten von Euch werden hoffentlich davon erfahren haben – wenn nicht, tragt Euch bei Ernst Bier ein:

http://www.jazzdrumming.de/


Noch zu FLÖZ-Zeiten habe ich selbst mit sehr viel Einsatz und persönlichem Risiko (….ich war ja der FLÖZ-Allein-Haftende) lange versucht, die GEMA unschädlich zu machen – zumindest für’s FLÖZ, was mir damals zwar gelang, aber u.a. die lautstarke Anklage eines gewissen Olaf Dähmlow, Chef vom Yorckschlösschen, eingebracht hatte: „…Du zahlst ja noch nicht einmal die GEMA-Gebühren, Du Betrüger!“.
Da Olaf sich heute völlig umgedreht hat und sich windwehenderweise nun plötzlich für die „GEMA-Verfolgten“ aufzuschwingen und stark zu machen versucht, war für mich wieder einmal klar, dass es nur um rein wirtschaftliche Interessen gehen kann – Olaf hat ja nicht nur die JazzMeile Wilmersdorf kopiert (Bergmannstraßenfest), sondern macht inzwischen viele große Straßenfeste in Berlin – da ist die GEMA natürlich ein riesiger Kostenfaktor für ihn…
Viele andere Veranstalter haben sich mit der GEMA arrangiert, manche aber werden von ihr richtiggehend verfolgt und zur kompletten Einstellung von Live-Musik-Programmen gezwungen usw.usw.
Und es gibt auf der anderen Seite sicherlich auch jede Menge GEMA-Mitglieder unter uns Musikern und Interpreten, die versuchen, von dem GEMA-Kuchen etwas abzubekommen, und deshalb die Schnauze halten und auch nicht an Ernsts oder anderer Protagonisten' Aktionen teilnehmen…

Da also offenbar große Unklarheit und großes Unwissen über diese monopolistische Instanz - oder besser: den letzten deutschen Stand mit eigenen Standesrechten -und die tatsächlichen Interessen der verschiedenen von dieser Bude Abhängigen vorherrscht, habe ich mir gedacht, dass es vielleicht einmal ganz gut wäre, eine Initiative anzustoßen, die auf möglichst simple Weise erst einmal Klarheit in die Suppe bringt. Und zwar so, dass auch Kaspar Nullhorn mitkommt, und auch egal, ob Kaspar Nullhorn Komponist, Textdichter, Interpret oder von mir aus Veranstalter, Clubbetreiber oder Kioskinhaber mit Radio ist.

Es geht nämlich darum: WER PROFITIERT VON DER GEMA UND WER ZAHLT? ICH (WIR!) VERLANGE(N!) EINE UMGEHENDE OFFENLEGUNG DER LIZENZBEZÜGE!!

Da ich selbst schon seit 30 Jahren GEMA-Mitglied bin und erst seit der FLÖZ-Schließung dort wieder halbwegs „anerkannt“ werde, habe ich jetzt einmal einen Brief an die GEMA geschrieben, auf dessen Antwort ich mich schon sehr freue.

Ihr findet den Brief auf meiner US-website:

FdB ab GEMA 1_09

Ich bin guter Hoffnung, dass sich hier eine Art Sado-Maso-Serien-Drama entwickelt – mein Blog werde ich jedenfalls so einrichten, dass Kommentare darauf gemacht werden können (scheut Euch bitte nicht, mir Eure Meinung zu sagen und/oder Eure Ideen mitzuteilen – Euer Autorenrecht ist ja durch Euren Kommentar nachgewiesen…und Ernst kann später vielleicht einmal die Filmrechte übernehmen, wär das schön…).

Schöntachnoch

Franz

Franz de Byl
http://www.franz-de-byl.com
http://www.floez.com

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Jetzt kann man kommentieren...
Pilger hat gesagt…
Kaspar Nullhorn ist übrigens ein ehemaliger Nachbar von mir, Kioskbetreiber in der Oberpfalz.